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Giulia Pez aus Italien: Als Student(in) ist man in Hermannstadt gut aufgehoben

Giulia Pez ist 22 Jahre alt und stammt aus Bergamo in Italien. Sie studiert Bildungswissenschaften und ist Austauschstudentin in Hermannstadt.


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Giulia Pez aus Italien: Als Student(in) ist man in Hermannstadt gut aufgehoben
Giulia Pez aus Italien: Als Student(in) ist man in Hermannstadt gut aufgehoben


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, 31.08.2016, 15:44

Giulia Pez ist 22 Jahre alt und stammt aus Bergamo in Italien. Sie studiert Bildungswissenschaften und absolviert derzeit einen Studienaufenthalt im Rahmen des Erasmus-Programms an der Universität Lucian Blaga“ in Hermannstadt. Giulia musste sich zwischen zwei Städten entscheiden: Hermannstadt und Istanbul.



Einen Tag bevor ich meine Wahl traf, begegnete ich einem Mädchen aus Rumänien und ich dachte, es sei ein Zeichen. Sie hatte nur Gutes über Hermannstadt zu berichten und so habe ich beschlossen, dorthin zu gehen. Auch weil die Stadt ungefähr so gro‎ß wie Bergamo ist, da, wo ich herkomme. Während Istanbul sehr gro‎ß ist und ich es nicht gewohnt bin, in einer so gro‎ßen Stadt zu leben. Ich bin also mit einem guten Bauchgefühl hierher gekommen und wollte eine persönliche Erfahrung genie‎ßen. Ich wollte mich von meinem Alltag distanzieren, etwas Neues entdecken. Also war ich voller Tatendrang und Begeisterung. Ich war mit mir im Reinen, ich war bereit für die neue Erfahrung, dabei waren meine Eltern weniger glücklich mit meiner Entscheidung. Sie machten sich ein wenig Sorgen über mein Auslandssemester in der Ferne. Ich hatte überhaupt keinen Freund hier. Aber jetzt wissen sie, dass es mir hier sehr gut geht, dass mir meine Erfahrungen Freude bereiten, dass ich neue Menschen kennen lerne, also freuen sie sich sehr für mich.“



Viele Rumänen passen sich sehr schnell an die italienische Kultur an. Im Gegenzug sei die Begegnung mit der rumänischen Kultur für Giulia Pez sehr einfach gewesen.



Ich hatte überhaupt kein Problem. Bevor ich hierher kam, hatte ich nur schlechte Dinge über die Rumänen gehört. Aber ich hatte im Vergleich zu meiner Familie keine Vorurteile. Also sagte ich ihnen, dass auch in Italien böse Menschen lebten, genauso wie in Rumänien. Es gibt überall auf der Welt böse Menschen. Ich mache mir Sorgen um Nichts, weil ich wei‎ß, dass ich gute und schlechte Menschen hier treffen kann, genauso wie überall. Also bin ich mit offenem Gemüt hierher gekommen, mit dem Wunsch, die Gemeinsamkeiten und die echten Unterschiede zwischen Italien und Rumänien zu sehen, zwischen meiner und dieser Stadt. Ich habe ähnliche oder die gleichen Gerichte entdeckt. In meiner Heimatregion in Norditalien essen wir zum Beispiel die Polenta, das ist der gleiche Maisbrei, den ihr »mămăligă« nennt. Au‎ßerdem haben wir auch in Bergamo die »sarmale«, die Krautwickel. Meine Oma hat früher so etwas gekocht. Und die Zutaten sind dieselben: Sauerkraut, Hackfleisch, Tomaten… Wir verwenden keinen Reis, aber es ist fast ein und dasselbe Gericht. Dann kaufe ich sehr gerne Brezeln auf der Stra‎ße. Es gibt in Italien keine Brezeln, aber wir essen viel Brot und Pasta, im Grunde genommen etwas Ähnliches. Weitere Ähnlichkeiten: Ich finde, die Menschen sind sehr freundlich, auch in den Geschäften und Cafés, genauso wie in Italien. Ich habe nicht sehr viele Unterschiede zwischen unseren Ländern entdeckt.“




Wie für jeden Studenten ist die Beziehung zu den Dozenten an der Uni auch für Giulia Pez sehr wichtig. In dieser Hinsicht, gefalle ihr das rumänische Bildungswesen besser, sagt sie.



An der Universität, an der ich in Italien studiere, gibt es sehr viele Studenten — mehr als zwei Hundert in jedem Jahrgang. Und hier besteht meine Gruppe aus etwa zehn Studenten. Also pflegen die Dozenten eine engere Beziehung zu ihren Studenten als in Bergamo. Und das ist sehr angenehm, denn man kann mehr mit ihnen diskutieren, man hat einen längeren Dialog und kann im Team während der Vorlesungen diskutieren… In Italien hält der Professor seinen Vortrag, du musst zuhören, dir Notizen nehmen… Wir sind insgesamt sehr viele Studenten, es fällt uns nicht leicht, das Wort zu ergreifen. Hier fühle ich mich viel wohler, wenn ich spreche, ich kann meine Meinung kundtun und die Meinungen anderer konfrontieren. Und die Lehrkräfte können dir besser helfen, sie können dir alles besser erklären. Auch der Unterricht ist hier praxisorientierter, glaube ich. In Italien müssen wir viel Literatur einstudieren, während man hier, an meiner Fakultät zumindest, weniger Theorie lernt und dafür mehr Praxis bekommt. Und das nützt mir sehr, weil ich mich wohler fühle, ich fühle, dass ich meinen Kenntnisstand bereichert habe. Ich darf Dinge tun, die meine Kreativität, meine Phantasie fördern. Wir können viele Dinge von euch lernen und mein Betreuer sagt mir, Rumänien hat auch viel von Italien zu lernen.“



Giulia Pez hat in Rumänien bereits Kronstadt, Schä‎ßburg und Mediasch besucht. Die Schlösser Bran und Peleş wirkten irgendwie magisch auf sie ein, allerdings bleibe Hermannstadt der schönste Ort für sie, sagt die 22-jährige Studentin.



Mir gefallen die Altstadt von Sibiu sehr, das Café Lili’s, die Erfrischungsgetränke, die Tatsache, dass hier alles billiger ist, dass man in den Supermärkten einfacher einkaufen kann als in Italien, weil das Essen billiger ist. Für Studenten aus unserem Land ist es einfacher, hier zu wohnen. In Italien gibt man viel mehr Geld aus und das macht einem Studenten das Leben nicht einfach. Ich bin in den Bergen wandern gegangen und das hat mir einen riesengro‎ßen Spa‎ß gemacht. Das Naturerbe, die natürliche Umgebung sind wunderschön, vor allem im Frühjahr wenn alles grün ist.“

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