Am 10. Mai 1877 erklärte Rumänien seine Unabhängigkeit; 20 europäische Länder hatten damals diesen Status. Die Unabhängigkeit Rumäniens war das Resultat einer internationalen Konjunktur.
Bukarest erlebte mit Beginn des 19. Jh. eine rasante Entwicklung und Modernisierung. Statuen und andere Monumente machten eine ebenso bewegte Geschichte durch.
Im Ersten Weltkrieg schickte die rumänische Regierung die Goldreserven nach Russland. Zurück kamen diese nie. Im Zweiten Weltkrieg wurde eine andere Lösung gefunden.
Das kommunistische Regime hielt die rumänische Presse gnadenlos an der Kandare: Wer nicht parierte, war seinen Job los – oder riskierte im Extremfall Leib und Leben. Doch der Geheimdienst ging auch gegen unbequeme Journalisten im Ausland vor.
Ein Grundsatz des marxistischen Wirtschaftsmodells besagte, dass kapitalistische Krisen durch Planwirtschaft vermieden werden können.
Trotz begrenzten Einflusses in der Gesellschaft wurden auch in Rumänien ab der zweiten Hälfte des 19. Jh. in radikal-liberalen und sozialistischen Kreisen atheistische und antiklerikale Ideen verbreitet.
Am 27. März 1918 stimmte der Landesrat, die repräsentative Versammlung der Bessarabien-Rumänen, für die Vereinigung mit dem Rumänischen Königreich. Der Beschluss galt als Reparation für den Landraub von 1812.
Zu Kriegszeiten bleibt vieles wie zu Friedenszeiten: Es vermischen sich Heldentum, Tragödie, Komik und Absurdes.
Liebe geht bekanntlich durch den Magen, und von der Zauberküche zum Hexenkessel ist es nur ein Schritt. Von ältesten Zeiten an wussten die Menschen die Genüsse der geheimnisvollen Kochkunst zu schätzen.
Der Ingenieur Ştefan Bârlea war in den 1980ern der persönliche Sekretär Ceauşescus. In einem Interview erinnerte er sich an den Führungsstil des Diktators.
Rumänien sah sich nach dem Kriegsaustritt Russlands genötigt, einen Friedensvertrag anzustreben. Die Sieger zwangen Rumänien dabei schwere Bedingungen auf – und schadeten sich letztendlich selbst.
Sorin Bottez war Mitglied der Jungliberalen bei der Machtergreifung durch die Kommunisten und vebrachte 15 Jahre im Gefängnis. Folter als Umerziehungsmethode war in den kommunistischen Kerkern an der Tagseordnung.
1907 fand in Rumänien ein international aufsehenerregender Bauernaufstand statt, der mit Brutalität niedergeschlagen wurde.
1938 löste König Karl II. die Parteien auf, ließ eine neue Verfassung verabschieden und kündigte seine Diktatur an. Doch schon Jahre zuvor gab es Signale für die Schwächung der rumänischen Demokratie.
Entdecker, Forschungsreisende, Abenteurer kennt der rumänischsprachige Kulturraum recht wenig. Doch aus dem 19. Jahrhundert sind schon einige Namen überliefert, unter ihnen Iulius Popper.