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Jugendtheater in Piatra Neamţ: Publikum aller Altersgruppen willkommen

Das Jugendtheater im ostrumänischen Piatra Neamţ hat sich zum Ziel gesetzt, den Appetit der Jugendlichen für die Theaterkunst anzuregen. Doch gibt es immer mehr auch generationsübergreifende Projekte.


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Jugendtheater in Piatra Neamţ: Publikum aller Altersgruppen willkommen
Jugendtheater in Piatra Neamţ: Publikum aller Altersgruppen willkommen


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, 02.12.2017, 17:30

Das Jugendtheater im ostrumänischen Piatra Neamţ, wo viele Nachwuchsschauspieler Erfahrung sammeln konnten, feiert 2017 50 Jahre, seitdem es sich dem Ziel widmet, junge Darsteller am Anfang ihrer Karriere zu fördern und zu unterstützen. Eine bedeutende Rolle spielte dabei das Theaterfestival Ich plädiere für die Jugend“. Die 29. Festspiele, die dieses Jahr unter der Leitung der neuen Theaterintendantin Gianina Cărbunariu organisiert wurden, standen im Zeichen einer Annäherung der Jugendlichen an das Phänomen Theater.



Zum Auftakt des Festivals fand eine feierliche Veranstaltung statt: die Vernissage der Fotoausstellung Schauspieler und Zuschauer des Jugendtheaters“, die als Ergebnis des gleichnamigen Projektes gilt. Die 46 Bilder, die dabei ausgestellt wurden, entstanden bei den Treffen zwischen Schauspielern des Jugendtheaters und Einwohnern der Stadt Piatra Neamţ. Jedes Foto wird von einem Auszug aus den von den Einwohnern der ostrumänischen Stadt erzählten Geschichten begleitet. Wir haben die Theaterintendantin um Einzelheiten gebeten:



Im Rahmen des Projektes »Schauspieler und Zuschauer des Jugendtheaters« haben wir 46 Interviews mit Zuschauern verschiedener Generationen und mit unterschiedlichem Hintergrund geführt. Dabei waren nicht nur Zuschauer, sondern auch potentielle Zuschauer. Wir haben auch mit Menschen gesprochen, die nie im Theater waren. Das fanden wir besonders interessant und wichtig, neue Zuschauer ins Theater zu locken. Es geht nicht darum, dass es kein Potenzial für neue Zuschauer gibt, sondern dass sie aufgrund mangelnder Zeit oder Sichtbarkeit unserer Projekte unsere Theaterstücke nicht besuchen. Die Interviews spielten eine gro‎ße Rolle in diesem feierlichen Moment. Wir haben auch eine Fotoausstellung organisiert und alles Mögliche getan, damit dieses Projekt auch au‎ßerhalb unseres Theaters an Sichtbarkeit gewinnt.“




Die Bilder, die im Theaterfoyer ausgestellt werden, stammen von der Fotografin Mihaela Jipa, die zusammen mit den Darstellern die Gedanken der Einwohner über ihre Stadt und ihre Beziehung zum Theater zusammenstellt. Mihaela Jipa:



Man sagt, dass das Theater Menschen bilden kann. Im Theater kann man sich wiederfinden, im Theater kann jeder er selbst sein. Das Theater ist wie eine Kirche — bevor man sie betritt, muss man innerlich und äu‎ßerlich dafür vorbereitet sein. Eine Dame hat uns einmal erzählt, ihr Lieblingsdarsteller sei Bogdan Talaşman. Er hat ihr ein Autogramm gegeben, wo auch ein Satz stand, der zum Lebensmotto unserer Zuschauerin wurde. Alle Menschen, mit denen wir in Kontakt getreten sind, haben uns etwas Au‎ßergewöhnliches erzählt. Das war eine wahre Lektion für uns alle. Die Annäherung der Einwohner unserer Stadt ans Theater hat für alle einen Wahrnehmungswandel mit sich gebracht. Es handelt sich um die Wahrnehmung des Publikums, der Darsteller und der Rolle des Theaters.“




Die Geschichten über das Jugendtheater Piatra Neamţ wurden zum feierlichen Moment präsentiert und sind auch im Festivalheft wiederzufinden. Die Geschichten werden von den Stadteinwohnern und von gro‎ßen Darstellern erzählt, die auf die Bühne des Jugendtheaters getreten sind. Mitgemacht haben sowohl ältere Einwohner der Stadt, die die Geschichte des Theaters miterlebt haben, als auch die der jüngeren Generation, in deren Leben das Theater einen Platz gefunden hat. Gianina Cărbunariu:



Im Monat Juli hatten wir das Projekt »Archiv der Schauspieler« gestartet. Wir hatten die Zuschauer dazu ermutigt, uns in Briefen ihre persönliche Erfahrung mit dem Jugendtheater zu erzählen. Diese Briefe bildeten dann die Grundlage unserer feierlichen Veranstaltungen. Der feierliche Moment bildete der Antrieb des ganzen Projektes, und in Zukunft möchten wir mit neuen Ideen und Anregungen auch an unserem emotionalen Archiv arbeiten und dort mehr Stoff sammeln.“




Auf dem Programm des diesjährigen Theaterfestivals Piatra Neamţ stand eine neue, den Gymnasialschülern gewidmete Sektion. Auf dem Spiel steht nicht der Preis an sich, sondern auch das Ziel, Jugendliche ins Theater zu locken. Wenn es uns gelingt, ihren Appetit für diese Form von Kultur anzuregen, werden sie ins Theater kommen, sich an Publikumsgesprächen beteiligen, sich später darüber unterhalten und zusammen lernen, wie man sich ein Theaterstück ansieht“, sagte Gianina Cărbunariu. Zu den sieben Jugendlichen, die aufgrund eines Bewerbungsschreibens für dieses Projekt ausgewählt wurden, zählte auch der Zehntklässler Francisc Gabriel Lolea. Er erzählte, was ihn dazu anregte, sich am Projekt zu beteiligen und was er vom Theater erwartet:



Ich haben mich zuerst am Wettbewerb »Tee, Gedichte, Theater« beteiligt und ein Treffen mit dem Darsteller des Jugendtheaters »Victor Giurescu« gewonnen. Wir haben uns zu unterschiedlichen Themen unterhalten, so zum Beispiel zum Thema Hoffnung in die Jugend setzen und über den Scheuspielerberuf. Dieses Treffen hat mich höchst motiviert und ich habe mich selbst gefragt, warum nicht den Worten und der Liebe freien Lauf lassen. Ich habe also einen Motivationsbrief verfasst und war völlig überrascht, als mein Name unter den 200 Teilnehmern zu sehen war. Die Aufführungen finde ich besonders interessant und die Themen sollen uns alle zum Nachdenken anregen. Wie der Name schon besagt, soll das Jugendtheater Jugendliche ins Theater locken.“




Die Theaterintendantin Gianina Cărbunariu ist fest davon überzeugt, dass das Theater nicht für die intellektuelle Elite sei, sondern für alle:



Ich wünsche mir, dass die Einwohner der Stadt Piatra Neamţ ins Theater gehen. Ich möchte auch, dass das Jugendtheater zum Theater der ganzen Gemeinde wird, dass die Stadteinwohner fühlen, dass ihnen dieses Theater gehört. Ich möchte, dass sie uns kritisieren, ich möchte, dass sie mit den Darstellern in Dialog treten.“

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