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Das europäische Projekt „E-motional Bodies and Cities“

Mitte April feierte ein Minifestival mit dem Titel E-MOTIONAL“ den künstlerischen Prozeß und das Experiment, mit der Hoffnung, Dinge, die meistens unsichtbar bleiben, sichtbar zu machen.

Das europäische Projekt „E-motional Bodies and Cities“
Das europäische Projekt „E-motional Bodies and Cities“

, 21.04.2013, 14:55

Mitte April feierte ein Minifestival mit dem Titel E-MOTIONAL“ den künstlerischen Proze‎ß und das Experiment, mit der Hoffnung, Dinge, die meistens unsichtbar bleiben, sichtbar zu machen. Es handelte sich von den Dingen“, die hinter einer Gegenwartstanz-Aufführung oder einer Performance stehen. Das war das Ziel des Festivals E-MOTIONAL: Körper und Städte in Bewegung“, formuliert von der Kulturmanagerin Ştefania Ferchedău, Koautorin und Koordinatorin des Projekts.



Das Festival in Bukarest markierte den Abschlu‎ß des europäischen Projekts für Mobilität und künstlerischen Austausch E-Motional Bodies & Cities“, das von der Stiftung Gabriela Tudor“ von 2011 bis 2013 organisiert wurde. An dem vom EU-Programm Kultur 2007-2013 und von der Europäischen Kulturstiftung in Amsterdam finanzierten Projekt beteiligten sich noch einige europäische Kulturvereine. Der Choreograph und Kulturmanager Cosmin Manolescu, der zweite Koordinator des Projekts, spricht über die Ziele von E-Motional Bodies & Cities“, das in Mai 2011 begann:



Zusammen mit mehreren Tanztruppen und -organisationen wollten wir vor allem ein Mobilitätsprojekt starten, in unterschiedlichen Kontexten, zu denen Rumänien bis jetzt noch keinen Kontakt hatte. Zu diesem Zweck führten wir Gespräche mit Partnern aus Zypern, Lettland, aus der Türkei und Gro‎ßbritannien. Als Gesamtkonzept des Projekts versuchten wir, gleich viel in Künstler und in Kunstmanager zu investieren, nämlich in die Leute, die im Schatten der Künstler stehen und Projekte entwickeln. So hatten die Kulturmanager auch die Möglichkeit, an verschiedenen Kulturereignissen und Festivals dabei zu sein und sich an den zwei- bis dreiwöchigen Gabriela-Tudor-Stipendien zur professionellen Weiterbildung in den Teilnehmerländern zu beteiligen. Ferner organisierten wir auch zwei Workshops über Kulturmanagement in Riga und in Limassol; dabei versuchten wir, den Teilnehmern einige Arbeitsmethoden zu präsentieren, die ihnen dazu helfen sollten, ihre Kulturprojekte und ihre Zeit besser zu managen.“



Zahlenmä‎ßig bedeutete E-Motional Bodies & Cities“ sechs Teilnehmerländer und neun Teilnehmerstädte, 18 Choreographie-Praktika, 27 Mobilitätsstipendien, 13 Gabriela-Tudor-Stipendien, fünf Praktika für Künstlerische Forschung in Dublin, Riga, Limassol, London und Bucharest, 15 Aufführungen in vier Ländern, zwei Kulturmanagement-Workshops und das Festival E-MOTIONAL. Die Anzahl derjenigen, die direkt oder indirekt von diesem Projekt profitierten, ist ziemlich hoch, meint der Choreograph und Kulturmanager Cosmin Manolescu:



Über 150 Künstler und Kunstmanager wurden durch das Festival in den sechs Aktivitätskomponenten direkt unterstützt. An den verschiedenen Workshops, Kursen, Vorträgen beteiligten sich etwa 500 Teilnehmer, die vom Festival indirekt profitierten. Was die Aufführungen betrift, so war die Zuschauerzahl je nach Land unterschiedlich. In Dublin, Riga und Limassol hatten wir mehr als 1000 Zuschauer. Insgesamt waren es über 2000 Menschen, die während dieser zwei Jahre die Emotionen von E-Motion Bodies & Cities mitbekommen haben.“



Das Projekt E-Motional Cities & Bodies wurde durch das Festival E-MOTIONAL: Körper und Städte in Bewegung“ abgeschlossen. Das Programm des Festivals enthielt u.a. auch Fragmente von der Arbeit der zwei Teams, die am Proze‎ß der künstlerischen Forschung teilgenommen haben. Die Mitglieder eines Teams, das sich Layers“ nannte, traf sich bei drei Praktika, in Riga, London und Bukarest. Einer der Teilnehmer war der Zypriote Alexis Vassiliou, Musiker, Choreograph und Gegenwartstanz-Performer. E-Motional Bodies & Cities“ war für Alexis Vassiliou vielleicht das wichtigste Gegenwartstanz-Projekt, an dem er teilgenommen hat:



Die Gegenwartskunst ist noch sehr neu im Inselstaat Zypern. Die Teilnahme an einem so gro‎ßangelegten Projekt war für uns ein wichtiger Schritt vorwärts. Das war mein erstes Praktikum-Aufenthalt als Künstler. Unter den fünf Künstlern in unserer Gruppe ist eine starke Verbindung entstanden, und ich wei‎ß, da‎ß wir uns jederzeit noch einmal treffen könnten, um zusammen zu arbeiten. Das Projekt hat mir als Künstler viel zum Nachdenken gegeben, viele Ideen, die ich weiterentwickeln könnte, aber auch viele wichtige Elemente, die ich beachten sollte.“



Ein weiteres Mitglied der Gruppe Layers“ war Kaspars Lielgalvis aus Lettland. Er ist der Ansicht, da‎ß die Forschungspraktika, an denen er als Künstler teilgenommen hat, auch für das Publikum von Bedeutung sind. Dadurch lernen die Künstler, dem Publikum Ideen weiterzugeben, die im Stre‎ß des Alltags vielleicht unbemerkt bleiben:



Am besten haben mir zwei Dinge gefallen. Das erste war die Möglichkeit, da‎ß ich als Videokünstler mit Künstlern aus dem Bereich Gegenwartstanz zuammenarbeiten konnte. Ich bin kein gro‎ßer Fan von Gegenwartstanz, aber es war interessant, mit anderen Kunstformen in Kontakt zu kommen und zu arbeiten. Und zweitens war diese Zusammenarbeit für mich persönlich besonders interessant, weil ich der Leiter eines Kunstzentrums in Riga bin, das seit drei Jahren funktioniert, und wir beschäftigen uns immer mehr mit Projekten, welche die Interdisziplinarität zwischen verschiedenen Künstformen förden.“



Zum Schlu‎ß kommt erneut der Choreograph und Kulturmanager Cosmin Manolescu mit einem Fazit zum Projekt E-Motional Bodies & Cities“ zu Wort:



Als wir dieses Projekt starteten, wu‎ßten wir genau, was auf uns zukommen sollte. Dieses Gerüst aus vielen beteiligten Ländern und Organisationen war ziemlich kompliziert, nicht leicht zu managen. Am wichtigsten waren uns aber die Zusammenarbeit und die Verbindungen zwischen Künstlern und zwischen Organisationen. Aus diesem Projekt sind weitere Projekte entstanden. Ich freue mich sehr, öffentlich ankündigen zu können, das dieses Projekt noch zwei Jahre lang weitergehen wird; zwar in einem anderen Format, aber unter demselben Sternzeichen der Emotionen und der Bewegung. Wir haben eine neue Unterstützung von der Europäischen Union erhalten, die uns ermöglicht, unser Projekt bis 2015 weiterzuführen.“



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