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Rumänien feiert Tag des rumänischen Königshauses

Rumänien feiert am 10. Mai 150 Jahre seit dem Beginn der Herrschaft des Fürsten Karl I., die Ausrufung der Unabhängigkeit und die Krönung Karl I. zum Monarchen.

Rumänien feiert Tag des rumänischen Königshauses
Rumänien feiert Tag des rumänischen Königshauses

, 10.05.2016, 17:07

Am 10. Mai wird in Rumänien der Tag des rumänischen Königshauses gefeiert. 2016 wurde der Königstag zum Feiertag erklärt. Das Datum hat eine mehrfache Bedeutung, es symbolisiert drei historische Ereignisse: den Beginn der Herrschaft des Fürsten und späteren Königs Karl I. (1866), die Unabhängigkeit des rumänischen Staates vom Osmanischen Reich (1877) und die Krönung Karl I. zum König (1881). In diesem Jahr feiert Rumänien 150 Jahre, seitdem Karl von Hohenzollern-Sigmaringen Fürst der Vereinten Donaufürstentümer wurde. Der 10. Mai 1866 war der Tag, an dem Karl I. den Eid ablegte. Die rumänischen Politiker hatten eingesehen, dass nur ein ausländischer Fürst helfen kann, die Rivalitäten zwischen verschiedenen politischen Familien im Land zu überbrücken. Das Land brauchte Objektivität und Neutralität.



Am Ende des Jahres 1866 hatte Fürst Karl die Zustimmung des französischen Kaisers Napoleon III. und des preu‎ßischen Königs Wilhelm I. erhalten, nach Rumänien zu kommen. Er verlie‎ß das Schloss Sigmaringen, begab sich nach Düsseldorf, von wo er die Schweiz und Österreich überquerte und schlie‎ßlich mit dem Schiff nach Turnu Severin kam. Am 10. Mai 1866 trat Karl in Bukarest ein. Das war der Anfang der längsten Herrschaft in der Geschichte Rumäniens. Karl I. herrschte 48 Jahre, eine Zeitperiode, in der der 10. Mai zum Nationalfeiertag und zum Tag der Dynastie wurde. Es war eine Zeit voller Stabilität, in der Rumänien sich wirtschaftlich und politisch stark entwickelt hat und diese Entwicklung konsolidieren konnte.



Wie zuvor erwähnt, wurde am 10. Mai 1877 die Unabhängigkeit des rumänischen Staates gegenüber dem Osmanischen Reich erklärt. Die Opposition erwartete im Parlament die Antwort der Regierung auf eine Anfrage hinsichtlich der Vorbereitung der Armee. Der rumänische Au‎ßenminister Mihail Kogălniceanu sagte damals die geschichtsträchtigen Worte: Wir sind unabhängig, wir sind eine selbstständige Nation“. Das Parlament hat einstimmig eine Resolution gebilligt, durch die die Unabhängigkeit des Landes ausgerufen wurde. Am 10. Mai 1877 gingen alle Parlamentarier zum königlichen Schloss, um die Zustimmung des Fürsten Karl zu erhalten.



Vier Jahre später, am 10. Mai 1881, wurde Rumänien vor dem Hintergrund eines monarchischen Europas zum Königreich. Die Ausrufung des Königreiches war von höchster Bedeutung für Rumänien. Es wurde von den anderen europäischen Staaten als gleichberechtigte Monarchie akzeptiert. Karl I. war der erste Monarch der Hohenzollern-Sigmaringen-Dynastie. Der Name ändert sich während der Herrschaft von König Ferdinand I. in Königliches Haus von Rumänien, eine Dynastie, die das Land durch Karl II. und seinem Sohn Michael I. leitete. Der Tag des Königs wurde zum ersten Mal 1917 von der deutschen Besatzungsmacht und zum zweiten Mal von dem kommunistischen Regime nach der erzwungenen Abdankung von König Michael I. 1947 verboten. Die Kommunisten hatten diesen Feiertag durch die totalitäre Propaganda aus dem kollektiven Gedächtnis der Rumänen gelöscht. Der Tag des Königs nimmt nun seinen in der Geschichte wohlverdienten Platz wieder ein. In Rumänien werden zum Königstag zahlreiche Veranstaltungen organisiert.

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